Die Versorgung von Menschen mit Schwindel- und Gleichgewichtsstörungen stellt seit vielen Jahren eine besondere Herausforderung dar. Trotz hoher Prävalenz und großer Relevanz im klinischen Alltag bestehen häufig Unsicherheiten in Diagnostik und Therapie.

In den vergangenen Jahren hat sich das Verständnis für vestibuläre Erkrankungen deutlich weiterentwickelt. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse und verbesserte diagnostische Verfahren ermöglichen heute eine differenziertere Betrachtung dieser komplexen Krankheitsbilder.

Im Versorgungsalltag zeigt sich jedoch weiterhin eine Diskrepanz zwischen wissenschaftlichem Fortschritt und praktischer Umsetzung. Evidenzbasierte Ansätze finden nicht flächendeckend Anwendung, und diagnostische Standards werden uneinheitlich genutzt.

Vor diesem Hintergrund entstand die Idee, eine interdisziplinäre Plattform zu schaffen, die Fachpersonen unterschiedlicher Disziplinen zusammenbringt und den strukturierten Austausch fördert.

Die Interdisziplinäre Gesellschaft für Schwindel und Gleichgewicht Deutschland (ISGD) ist aus diesem Gedanken heraus entstanden – mit dem Ziel, Wissen zu bündeln und den Transfer von Wissenschaft in die Praxis nachhaltig zu stärken.

Nach oben scrollen